AK Ästhetik – Digitalität – Kultur

Kontaktperson: Jun. Prof. Viktoria Flasche (ak-aedk@medienpaed.net)

Mission Statement: Digitalisierung verändert Wissens-, Kommunikations- und Gemeinschaftsformen ebenso wie Denkweisen, Identitätskonstruktionen, Affekte, Wahrnehmungs- und Artikulationspraktiken sowie ästhetische Erfahrungsräume. Der AK „Ästhetik – Digitalität – Kultur“ stellt innerhalb der Sektion Medienpädagogik der DGfE einen Ort dar, in dem Medialität in Bezug auf kulturtheoretische und ästhetische Horizonte mit transdisziplinären Bezügen systematisch diskutiert wird. Ziel ist das Entwickeln von erziehungswissenschaftlichen Querschnittsperspektiven, die es erlauben, dem komplexen Gegenstandsbereich digitaler Transformation theoretisch und methodisch angemessen begegnen zu können. Ein ausführlicheres Mission Paper findet sich hier: https://www.medienpaed.net/neuer-arbeitskreis-aesthetik-digitalitaet-kultur/

Koordination: Das Organisationsteam plant die thematische Entwicklung und bereitet die Online-Treffen und gelegentlichen Präsenztreffen sowie Tagungsauftritte vor. Aktuell setzt es sich zusammen aus Jun. Prof. Viktoria Flasche, Prof. Dr. Benjamin Jörissen, Prof. Dr. Leopold Klepacki, Prof. Dr. Manuel Zahn, Prof. Dr. Lisa Unterberg, Prof. Dr. Sven Kommer, Dr. Martin Donner, Dr. Tanja Klepacki und Kerstin Hübner.

Aktuell

Zu unseren Treffen, die in der Regel online stattfinden, sind alle herzlich eingeladen! Wer Interesse hat, auf die Benachrichtigungsliste aufgenommen zu werden, kann sich gern per mail an unsere Kontaktadresse richten (s.o.). Eine kurze informelle Nachricht genügt…

Nachdem das für den 24.10.2025 geplante Treffen so kurzfristig ausfallen musste, freuen wir uns, nun einen Ersatztermin ankündigen zu können: Am 13.02.2026 treffen wir uns von 9–13 Uhr, um das Projekt AI4ArtsEd als konkretes Beispiel für eine relationale Forschungslogik zu diskutieren. Zunächst gibt es eine kurze Einführung in das Projekt, anschließend einen kleinen Workshop aus der Projektpraxis zum Thema Vibe Coding, in dem wir mit KI-gestütztem Software-Coding arbeiten. Dabei geht es unter anderem um Software als mittlerweile recht niedrigschwellig zu entwickelnde Ressource, um den Gedanken „Code ist Logos“ und um die bildungstheoretische Relevanz von neuen Möglichkeiten wie dem Vibe Coding. Der Link zur Online-Veranstaltung wird noch per Mail mitgeteilt.

Anfang Dezember läuft die Abgabefrist für die Einreichtungen zum Sammelband „Neue Materialismen aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive“ aus, der 2026 als Open Access Publikation bei Beltz Juventa erscheint.

Bisherige Veranstaltungen

Arbeitstreffen 8: Das Online-Arbeitstreffen am 23. Mai 2025 stand ganz im Zeichen einer medienphilosophischen Perspektive auf Relationalität. Prof. Dr. Christiane Voss stellte in einem Vortrag ihr Konzept der Anthropomedialität vor, das Relationalität als konstitutives Verhältnis von Mensch und Medium versteht. Auf der Grundlage ihres Vortrags und zweier Texte wurde diskutiert, wie sich anthropomediale Relationen für ästhetisch-kulturelle Bildungsprozesse theoretisch und methodisch fruchtbar machen lassen. In Folge daran wurden Anschlussmöglichkeiten an erziehungswissenschaftliche Forschungsfelder ausgelotet.

Arbeitstreffen 7: Das Online-Treffen am 25. Oktober 2024 vertiefte die Auseinandersetzung mit Relationalität weiter. Anhand zweier Texte aus dem Band „Szenen kritischer Relationalität“ (dem Editorial „Relationieren – eine kritische Operation“ und dem Beitrag von Julia Schade „Wie denkt es sich aus Relationalität heraus?“) wurde diskutiert, was es bedeutet, im Sinne eines ‚starken Relationsverständnisses‘ wissenschaftlich zu arbeiten und zu schreiben. Die Sitzung war stärker kollaborativ angelegt und lud die Teilnehmenden ein, Relationalität als Denk- und Schreibpraxis in die eigene Forschung einzubeziehen.

Arbeitstreffen 6: Das Online-Arbeitstreffen am 17. Mai 2024 leitete eine neue thematische Phase unter dem Titel Relationalität revisited: Neue ästhetische Ansätze im Kontext gesellschaftlicher Transformation ein. Aufbauend auf die Diskussionen zum Neomaterialismus rückte nun die Relation selbst als erkenntnistheoretische und pädagogische Kategorie in den Mittelpunkt. Prof. Dr. Erich Hörl führte im Rahmen eines Vortrags seine Überlegungen zur allgemeinen Ökologie mit jenen zur Environmentalität als einer spezifischen Machtform zusammen und ergänzte dies um eine explizite Betrachtung relationaler Dynamiken. Damit bot er einen theoretischen Impuls, der die Diskussion des Arbeitskreises auf Fragen der ökologischen, technischen und medialen Verflechtungen hin neu akzentuierte.

Zwei Tagungen: Am 13. und 14. Oktober 2023 fand eine zweitägige Herbsttagung des AK in Nürnberg statt, die den bisherigen Zyklus zum Thema „Neue Materialismen“ abschloss. In den Räumen der Kulturwerkstatt Auf AEG hielt Prof. Dr. Birgit Althans eine Keynote, in der sie aktuelle Forschungsprojekte vorstellte. Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen an der Entwicklung analytischer Perspektiven auf empirisches Material. Die Tagung markierte einen Übergang von theoretischer Orientierung hin zu forschungspraktischen Anwendungen.

Parallel dazu konnte sich der Arbeitskreis im Frühjahr 2024 im Rahmen des DGfE-Kongresses in Halle mit einem eigenen Forschungs- und Themenforum präsentieren mit dem Titel „Wahrnehmungskrisen: bildungstheoretische Implikationen ästhetischer Praktiken im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“. Damit wurde die Arbeit des AK erstmals im erweiterten erziehungswissenschaftlichen Diskursfeld sichtbar und in größere fachliche Kontexte eingebettet.

Arbeitstreffen 5: Beim Online-Treffen am 29. September 2023, vertiefte der Arbeitskreis die methodologischen Perspektiven und Fragestellungen in Bezug auf die Neuen Materialismen. Anhand ausgewählter Texte wurden unterschiedliche methodische Ansätze und ihre Konsequenzen für qualitative Forschung diskutiert. Das Treffen diente zugleich der Vorbereitung auf die für den Herbst geplante Präsenzveranstaltung in Nürnberg.

Arbeitstreffen 4: Das Online-Treffen am 5. Mai 2023 führte diese Linie fort und stand unter dem Titel „Neue Materialismen: Bildungstheoretische und forschungsmethodische Konsequenzen“. Prof. Dr. Birgit Althans führte mit einem Vortrag in aktuelle Fragen der bildungstheoretischen Anschlussfähigkeit neomaterialistischer Ansätze ein. Im Zentrum stand die Frage, wie ästhetische, materielle und relationale Prozesse in Bildung und Forschung methodologisch berücksichtigt werden können.

Arbeitstreffen 3: Das Online-Arbeitstreffen am 9. Dezember 2022 widmete sich explizit dem Werk von Donna Haraway. Mit Beiträgen von Prof.*in Dr.*in Susanne Völker und Prof. Dr. Lisa Handel rückten die Teilnehmenden die feministischen, ökologischen und epistemologischen Dimensionen von Haraways Denken in den Mittelpunkt. Besprochen wurde insbesondere deren Werk „Unruhig bleiben“, um den Begriff der Relationalität und der situierten Wissensproduktion weiter zu differenzieren. Das Treffen markierte eine Öffnung hin zu einer kritisch-ethischen Perspektive auf die neomaterialistischen Debatten.

Arbeitstreffen 2: Das Online-Treffen am 21. Januar 2022 schloss an die vorige Sitzung an und diente der Vertiefung der Diskussion. Dabei wurden insbesondere die theoretischen und praktischen Implikationen der New Materialisms für medienpädagogische, erziehungswissenschaftliche und ästhetische Forschungspraxis ausgelotet. Das Treffen bot Raum, die bisherigen Überlegungen zu systematisieren und daraus erste gemeinsame Perspektiven für zukünftige Forschungsfragen zu entwickeln.

Arbeitstreffen 1: Das erste Arbeitstreffen des Arbeitskreises fand am 21. September 2021 online statt und stand unter dem übergreifenden Thema „New Materialism(s)”. Als eingeladene Referentin sprach Dr. Katharina Hoppe, deren Arbeiten zu Donna Haraway und den „Neuen Materialismen“ wichtige Impulse für den AK lieferten. Im Zentrum stand die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich posthumanistische und materialistische Perspektiven auf Wissen, Kultur und Bildung übertragen lassen. Das Auftakttreffen diente zugleich der inhaltlichen Rahmung und thematischen Ausrichtung der ersten Sitzungen des neu gegründeten Arbeitskreises.