An der Professur für Educational Theory and Practices of Critical Computational Literacy am Center for Critical Computational Studies (C³S) der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) Postdoktorand*in (E 13 TV-G-U)
befristet für die Dauer von drei Jahren zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrages (TV-G-U).
Das „Center for Critical Computational Studies“ (C³S) ist eine fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung und als solche ein zentrales Forschungszentrum der Goethe-Universität (www.c3s-frankfurt.de). Aufgabe des C³S ist die Etablierung und Profilierung der „Critical Computational Studies“ als inter- und transdisziplinäres Forschungsfeld mit internationaler Sichtbarkeit.
Das C³S betätigt sich diesbezüglich in Studium und Lehre sowie Transfer und schafft die Möglichkeiten, um Wissenschaftler*innen aller Fachbereiche, Fächerkulturen, Wissenschaften und Profilbereiche im Kontext der „Critical Computational Studies“ zusammenzuführen und national wie international zu vernetzen. Das Zentrum verpflichtet sich dabei auf wissenschaftliche Exzellenz, die Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Förderung der frühen Unabhängigkeit von Wissenschaftler*innen in der beruflichen Einstiegsphase.
Ihre Aufgaben sind im Speziellen:
- Mitarbeit in der Lehre und Forschung der Professur Educational Theory and Practices of Critical Computational Literacy, insbesondere an den Schnittstellen von Bildung und normativen Fragen algorithmischer Systeme
- Vorbereitung und Durchführung von Lehrveranstaltungen zu Bildung, Technikphilosophie, KI-Ethik und zum Verhältnis von Bildung, Technologie und Gesellschaft
- Entwicklung und Profilierung eines eigenständigen Forschungsprofils im Bereich kritischer Digitalisierungsforschung, Technikphilosophie, Anerkennungstheorien oder verwandten Themenfeldern
- Mitarbeit bei der Ausarbeitung interdisziplinärer Forschungsvorhaben (z. B. zu algorithmischer Anerkennung, Verantwortung, Gerechtigkeit), Projektanträgen und Publikationen
- Unterstützung bei der Weiterentwicklung des C³S-Schwerpunkts Critical Computational Literacy durch empirische und theoretische Beiträge
Ihr Profil:
- erfolgreich abgeschlossenes sozial- oder geisteswissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder Äquivalent) in einer erziehungs-, politik- oder kulturwissenschaftlichen Fachrichtung oder in interdisziplinären Kontexten wie der Technikphilosophie, den Science and Technology Studies, der Ethik digitaler Technologien oder verwandten Feldern
- erfolgreich abgeschlossene Promotion in einem einschlägigen sozial-, geistes- oder kulturwissenschaftlichen Fach mit ausgewiesenem Schwerpunkt auf der Analyse digitaler Technologien, KI und ihren normativen, gesellschaftlichen oder bildungsbezogenen Implikationen
- die Fähigkeit zur Lehre in deutscher und/oder englischer Sprache wird vorausgesetzt; Bereitschaft, die jeweils fehlenden Sprachkenntnisse zu erwerben
Das wünschen wir uns:
- fundierte Kenntnisse qualitativer, philosophisch-analytischer oder kritischer Forschungsmethoden, insbesondere kritisch-theoretischer, feministischer oder postkolonialer Ansätze strukturierte, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
- Lehrerfahrung und Vertrautheit mit akademischer Selbstverwaltung
- Expertise in Bereichen wie Algorithmic Governance, kritischen Sozial- und Anerkennungstheorien oder politischen Theorie- Traditionen (einschließlich jener, die u. a. auf Hannah Arendt zurückgehen)
- Forschungserfahrung zu KI, digitalen Technologien und Fragen von Verantwortung, Macht oder Gerechtigkeit
- Interesse an kreativen oder interdisziplinären Formen der Wissenschaftskommunikation
- Bereitschaft zu nationalen und internationalen Reisen
- Erfahrung in internationalen Forschungskontexten (z. B. Forschungsaufenthalte, Konferenzen, akademische Kooperationen)
- Offenheit für experimentelle und transdisziplinäre Formate (z. B. Kunst-Wissenschaft-Projekte, kritische Visualisierung, spekulative Ansätze)
Die Goethe-Universität bietet Ihnen als familienfreundliche Arbeitgeberin u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, einen eigenen Tarifvertrag und ein derzeit ein kostenfreies LandesTicket Hessen für den öffentlichen Nahverkehr. Der Arbeitsplatz ist momentan angesiedelt auf dem Campus Westend, einem der modernsten und schönsten Campusstandorte Deutschlands, im Herzen der Stadt Frankfurt am Main, mit einem parkähnlichen Umfeld sowie einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Die Goethe-Universität strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert deshalb besonders Frauen zur Bewerbung auf.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung vorrangig berücksichtigt.
Bitte reichen Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 04.03.2026 in deutscher oder englischer Sprache ein. Die Bewerbung sollte ein Anschreiben, einen Lebenslauf, eine Publikationsliste, ein Forschungsvorhaben mit Zeitplan (max. zwei Seiten) sowie ein Lehrkonzept (max. eine Seite) umfassen und in einem PDF-Dokument (max. 5 MB) zusammengefasst sein.
Bitte geben Sie in der Betreffzeile C3SCCL-26-II an und senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an Prof. Dr. Dan Verständig unter verstaendig@c3s.uni-frankfurt.de.